Vitamin D

Vitamin D trägt zur normalen Funktion des Immunsystems bei, indem es die Freisetzung von Abwehrstoffen anregt und Aktivität von Fresszellen und T-Lymphozyten erhöht. Weiterhin scheint es eine wichtige Rolle bei der Modulation der Immunantwort zu spielen und überschiessende Entzündungsprozesse zu bremsen.

Vitamin D nimmt eine Sonderstellung unter den Mikronährstoffen ein: den grössten Teil seines Bedarfs stellt der Körper mit Hilfe des Sonnenlichts selber her. Nur etwa 10-20 % werden über die Nahrung zugeführt. In den lichtarmen Monaten von Oktober bis März reicht die Sonneneinstrahlung in unseren Breitengraden jedoch nicht aus, genügend Vitamin D in unserer Haut zu bilden. Die Vitamin D-Produktion wird zusätzlich durch den Gebrauch von Sonnenschutzmitteln eingeschränkt (was zum Schutz vor Sonnenbrand und Hautkrebs unbedingt notwendig ist). Der Lichtschutzfaktor 15 beispielsweise reduziert die schädliche UVB-Strahlung und damit auch die Vitamin D-Produktion um 99 Prozent.

Kein Wunder demnach, dass in einer grossen Studie zwei von drei Deutschen einen Vitamin D-Mangel aufwiesen. Ein Drittel der Studienteilnehmer litt sogar an einem schwerwiegenden Vitamin D-Defizit.

Die Ursachen für einen Vitamin D Mangel können sehr vielfältig sein. Mögliche Auslöser sind beispielsweise Unterernährung, Fehlernährung oder Aufnahmestörungen. Auch Reduktionsdiäten oder Leistungssport können zu immensen Mangelerscheinungen führen. Stress, Medikamente,  Alkohol und Nikotin reduzieren den Vitamin-D-Spiegel im Körper zusätzlich.

Des Weiteren gibt es bestimmte Risikogruppen, die besonders anfällig für Vitamindefizite sind. Zum Beispiel Menschen mit (chronischen) Magen-Darm-Erkrankungen, junge Menschen in der Wachstumsphase, Veganer oder Vegetarier, weiterhin schwangere oder stillende Frauen sind verstärkt davon betroffen. 

Ältere Menschen sind sogar besonders von einem Vitamin D-Mangel bedroht, da die körpereigene Produktion mit den Jahren nachlässt und sie sich oft nur einseitig oder unzureichend ernähren (können).

 

Nur wenige Lebensmittel verfügen über einen nennenswerten Vitamin D-Anteil: 

Bei den tierischen Lebensmitteln findet es sich in er Form von Vitamin D3 vor allem in:

  • Fettfischen (z.B. Hering, Lachs)
  • Innereien (besonders Leber)
  • Ei
  • Käse und Butter 

Bei pflanzlichen Lebensmitteln findet es sich in Form von Vitamin D2 vor allem in:

  • Pilzen
  • Avocado
  • Margarine (angereichert)

Sollte also jeder Mensch in der dunklen Jahreszeit Vitamin D substituieren, also in Pillenform einnehmen?

 

Klares NEIN:

Es kommt zunächst darauf an, ob Mensch Beschwerden hat. Solange Du Dich wohl und gesund fühlst, gibt es ja keinen Grund für einen Arztbesuch…treiben Dich jedoch bestimmte Symptome zum Arzt oder leidest Du sogar unter einer chronischen (Autoimmun-) Erkrankung, so macht es Sinn, den Vitamin D-Spiegel im Blut bestimmen zu lassen.

Liegt dieser deutlich unter einem bestimmten Wert, so macht es durchaus Sinn, dieses Vitamin zeitweise oder sogar dauerhaft zu substituieren und die Speicher wieder aufzufüllen. 

In Verbindung mit anderen wichtigen Vitalstoffen kann der Verlauf einer Krankheit verlangsamt oder bereits aufgetretene Symptome abgeschwächt werden. Generell sinkt bei ausreichender Vitamin-D-Versorgung das Risiko, zu erkranken, erheblich.

Vitamin D wird unter anderem auch bei der Krebsprävention, dem Vorbeugen einer Herzinsuffizienz oder Multiple Sklerose eingesetzt. 

 

Hast Du weitere Fragen zu ausgewogener, gesunder Ernährung oder zur Notwendigkeit von Nahrungsergänzung?

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